Informationen

 

Leitgedanken

  • Jede  und jeder ist einzigartig und darf das auch sein, dabei respektieren wir die Grenzen des andern.
  • Alle Beteiligten tragen mit ihrem vollen Einsatz zum Gelingen des Schulalltags bei.
  • Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Eltern und Behörden arbeiten zusammen und sichern so die Qualität der Schule.

Hausaufgaben

Die Hausaufgaben dienen der Vor- und Nachbereitung von Arbeiten, die Gegenstand des Unterrichts sind. Die Lehrpersonen passen die Hausaufgaben dem individuellen Lern- und Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler an und kommunizieren den Lernenden, in welchem Zusammenhang die Aufgaben stehen.

Sofern Hausaufgaben erteilt werden, gelten folgende Regeln der Erziehungsdirektion des Kantons Bern:

Zeitliche Vorgaben zu den Hausaufgaben

Zyklus 1: 30 Minuten pro Woche (ohne Kindergarten)
Zyklus 2: 30 bis max. 45 Minuten pro Woche
Zyklus 3: 1 Stunde 30 Minuten pro Woche

Bei der Erteilung von Hausaufgaben ist Folgendes zu beachten:

  • Die an der Klasse unterrichtenden Lehrpersonen koordinieren die Hausaufgaben, damit die zeitlichen Vorgaben für die maximale Hausaufgabenzeit pro Woche nicht überschritten werden.
  • Von Freitag auf Montag, über die Fest- und Feiertage sowie über die Ferien dürfen keine Hausaufgaben erteilt werden.

Die Lehrpersonen können auch ganz auf das Erteilen von Hausaufgaben verzichten. 


Hausaufgaben unterstützen:

  • das selbstständige Lernen zu fördern
  • die Arbeitszeit selber festzulegen und einteilen zu lernen
  • zunehmend Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen
  • Vertrauen in das eigene Lernvermögen zu gewinnen

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind zuhause einen ruhigen Arbeitsplatz zur Verfügung hat und die Hausaufgaben macht. Die Schülerinnen und Schüler sollen über die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, die Hausaufgaben ohne Hilfe der Eltern oder anderer erwachsener Personen bearbeiten zu können. Wir bitten die Eltern jedoch, ihre Kinder in der Erfüllung dieser Pflicht vernünftig zu unterstützen. Falls Sie beobachten, dass Ihr Kind die Hausaufgaben nicht selber erledigen kann, sprechen Sie frühzeitig mit seiner Lehrperson.

Angebot der Schule

Das Angebot der Schule ergänzt und erweitert den obligatorischen Unterricht mit Schwerpunkten im musisch-gestalterischen Bereich. Angebote können als Kurs, semester- oder schuljahresweise organisiert werden.

 Informationen zur Anmeldung:

  • Die Anmeldung für einen Kurs ist für die Dauer des Angebots verbindlich und verpflichtet zur Teilnahme.
  • Vorzeitige Austritte können nur auf schriftliches und begründetes Gesuch der Eltern durch die Schulleitung bewilligt werden.
  • Die einzelnen Angebote finden stundenplanbedingt im Anschluss vor oder nach den regulären Schulstunden statt.
  • Die Eltern, Schülerinnen und Schüler werden im Verlauf des Schuljahres schriftlich über das Wahlfachangebot orientiert.
  • Die Ausschreibung und Anmeldung erfolgt noch vor der definitiven Pensenbewilligung durch den Kanton. Nach Eingang der Anmeldungen wird die Schulleitung entscheiden, ob die Kurse wie ausgeschrieben stattfinden oder ob es noch Anpassungen (z.B. Ganzjahres- oder Semesterkurse, Gruppengrösse usw.) braucht.
  • Sie erhalten die definitive Wahlfachzuteilung mit dem Stundenplan für das nächste Schuljahr jeweils ab Mitte Mai des laufenden Schuljahres. 

Im Schuljahr 2018/19 können wir folgende Wahlfächer anbieten:

Flötenunterricht 

Der Flötenunterricht findet in zwei Gruppen statt.
Donnerstagmorgen 07.30 – 08.15 Uhr / alle zwei Wochen im Wechsel.

Die Flötenschule mit Begleit-CD kann über die Schule für ça Fr. 30.- bestellt werden und ist dann Eigentum der Schülerin/des Schülers.
Die Kinder spielen auf ihren eigenen Instrumenten.

Atelier (Gestalten mit verschiedenen Materialien)

Das Angebot Atelier findet im 2. Semester, ab 1. Februar 2019 statt.
Freitagnachmittag 13.30 – 15.05 Uhr

Tastaturschreiben

Das Wahlfach Tastaturschreiben ist für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse.
Das Angebot findet im 1. Semester statt.
Dienstagnachmittag 15.15 bis 16.00 Uhr

Schwimmunterricht

Zum Angebot des Sportunterrichts in der Mittelstufe gehört auch der Schwimmunterricht.

Beim Erteilen des Schwimmunterrichts lässt sich die Schule Iseltwald durch die Vorgaben des Kantons Bern leiten. Er schreibt unter dem Titel: „Schwimmen für alle“:
Es wird das Ziel verfolgt, dass im Kanton Bern alle Kinder die Gelegenheit erhalten sollen, Schwimmen zu lernen.

Dazu sind in erster Linie die Eltern verantwortlich. Die Volksschule kann und soll aber auch einen Beitrag dazu leisten.

Der Wasser-Sicherheits-Check

Der Wasser-Sicherheits-Check WSC stellt eine sinnvolle Massnahme zur Vorbeugung von Badeunfällen dar. Der Fokus beim WSC ist auf die Selbstrettung in einer Notsituation gerichtet. Der WSC hilft zudem, die Folgeschule darüber zu informieren, welche Schülerinnen oder Schüler noch nicht schwimmen können. Diese Information ist für die Planung von Ausflügen ans Wasser und für den Schwimmunterricht wichtig, so dass die Lehrperson einen Anlass mit ihrer Klasse sicher durchführen kann.

Bis Ende des 4. Schuljahres müssen alle Schüler und Schülerinnen den Wasser-Sicherheits-Check gemacht haben. Kinder, die den WSC erfolgreich absolviert haben, erhalten einen Ausweis.

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe absolvieren im laufenden Schuljahr 2018/19 ein Modul à 5 Doppelstunden im Bödelibad Interlaken. Sie werden von der Sportlehrerin und einer zweiten Schwimmlehrerin unterrichtet und evtl. wenn nötig einer zusätzlichen Person begleitet.

Die Kosten für den Hallenbadeintritt und den Transport werden von der Gemeinde übernommen.

Gesundheit

Obligatorische schulärztliche Untersuchung

Die Kinder und Jugendlichen werden im zweiten Basisstufenjahr sowie in der 4. und der 8. Klasse durch die Schulärztin oder den Schularzt der Gemeinde untersucht. Die Untersuchung ist obligatorisch und kostenlos. Sie dient dazu, gesundheitliche Störungen wie Hör-, Seh- und Sprachfehler oder Haltungs- und Bewegungsstörungen rechtzeitig festzustellen. Falls bei einem Kind weitere Abklärungen oder eine Behandlung notwendig sind, informiert die Schulärztin oder der Schularzt die Eltern und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Die zuständige Schulärztin für die Gemeinde Iseltwald ist Frau Dr. med. Beatrice Haefeli-Bleuer in Unterseen. Falls Sie die Untersuchung bei Ihrem Haus- oder Kinderarzt durchführen lassen möchten, klären Sie vorgängig bei ihm ab, ob er die schulärztliche Untersuchung durchführt.

Im September erhalten Sie vom Schulsekretariat einen Infobrief zur schulärztlichen Untersuchung und Anfang November die Formulare zur Anmeldung.

Schulzahnpflege

Einmal pro Jahr werden alle Schülerinnen und Schüler durch eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt untersucht. Diese Untersuchung ist obligatorisch und kostenlos. Sind Behandlungen nötig, werden die Eltern informiert. Die Kosten für eine allfällige Behandlung tragen die Eltern.

Die Wahl des Zahnarztes und der Entscheid, ob eine Behandlung „Privat“ (=kostenpflichtig) oder durch eine Schulzahnärztin / Schulzahnarzt (=kostenlos) erfolgt, steht den Eltern frei.

Im September erhalten Sie vom Schulsekretariat ein Merkblatt – Schulzahnpflege und einen Gutschein für die zahnärztliche Untersuchung.

Präventions-Unterricht:

In der Volksschule werden die Kinder zur richtigen Zahnpflege angeleitet.

Die Schulzahnpflegeinstruktorin erteilt allen Stufen einmal im Jahr Zahnpflegeunterricht und Zahnreinigung. Die Klassenlehrpersonen führen einmal im Quartal geführtes Zähneputzen durch.

Weitere Informationen zu Gesundheit finden sie unter Downloads:

  • Merkblatt Schulzahnpflege
  • Richtlinien Ansteckende Infektionskrankheiten
  • Kopfläusebekämpfung

Spezialunterricht

Der Kanton Bern stellt den Gemeinden Lektionen für die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf innerhalb der Regelschule (Kindergarten und Schule) zur Verfügung.

In Iseltwald ist der Spezialunterricht Jungfrauregion (SJR) für den Spezialunterricht zuständig und umfasst:

  • Deutsch als Zweitsprache (nach Bedarf)
  • Integrative Förderung
  • Logopädie
  • Psychomotorik
  • Begabtenförderung

Die Unterstützung und Begleitung der Kinder durch die Lehrpersonen für Spezialunterricht vom SJR erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Lehrpersonen.

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) richtet sich an Kinder und Jugendliche ohne Kenntnisse oder mit noch unzureichenden Kenntnissen der Unterrichtssprache. Der DaZ-Unterricht vermittelt den gezielten Erwerb von Deutsch als Zweitsprache und fördert die Integration in den Kindergarten und in die Schule. Er unterstützt Kinder und Jugendliche beim Aufbau der notwendigen Kenntnisse der Unterrichtssprache, so dass sie dem Regelunterricht zu folgen vermögen und erfolgreich lernen können. Der DaZ-Unterricht ist eine Ergänzung zum Regelunterricht.

Integrative Förderung (IF)

Ambulant tätige schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen beraten Kinder und Jugendliche, Lehrpersonen und Eltern in schwierigen Schulsituationen (z.B. bei komplexen Lernstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Einschulungsproblemen, fraglichen Entwicklungsrückständen, Integration gemäss Art. 17 VSG, Mobbing usw.). Die Lehrpersonen für Spezialunterricht (LfS) helfen bei der Erfassung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen und planen eine ressourcenorientierte und integrative Förderung. Sie unterstützen und fördern Kinder im Rahmen des heilpädagogischen Unterrichts oder begleiten diese innerhalb der Klasse. Je nach Problematik (z.B. Gewalt, Mobbing) helfen die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen mit bei der Planung, Durchführung und Evaluation von Unterrichtsprojekten. Bei allen Interventionsformen bleibt die Hauptverantwortung für die Führung der Klasse jedoch bei den Klassenlehrpersonen. Oft ist die Arbeit auch vernetzend und koordinierend. Die LfS arbeiten mit Lehrpersonen, Schulleitungen, Eltern, Fachstellen und Behörden zusammen. Abklärungen und Förderung finden in der Regel vor Ort, im Stammschulhaus der Kinder und Jugendlichen statt.

Logopädie

Sprache ist für den Menschen von zentraler Bedeutung. Mit ihrer Hilfe kann er sich ausdrücken und verständigen. Eine sprachliche Beeinträchtigung betrifft immer den ganzen Menschen und dessen Umwelt. Sie kann sich auf die psychische und soziale Befindlichkeit sowie auf die Intelligenz, Entwicklung und Lernfähigkeit nachteilig auswirken. Die logopädische Arbeit beinhaltet die Abklärung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Auffälligkeiten in der gesprochenen oder geschriebenen Sprache sowie die Beratung von Bezugs- und Lehrpersonen. Logopädinnen sind ebenfalls dazu befähigt, Spezialunterricht im Fachbereich Legasthenie/Dyskalkulie zu erteilen. Folgende sprachliche Bereiche können betroffen sein: Spracherwerbsprozess, Sprachverständnis, Wortschatz, Satzbau, Aussprachen, Lautbildung, Redefluss, Stimme, Lesen, Schreiben. Häufig treten diese Probleme im Zusammenhang mit Wahrnehmungsstörungen auf. Ziel des Spezialunterrichts im Bereich Logopädie ist es, Einschränkungen in der Kommunikation so weit als möglich entgegenzuwirken und den Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihre sprachlichen Möglichkeiten optimal zu verwirklichen. Sprachschwierigkeiten können dadurch oft behoben oder vermindert werden. Voraussetzung dafür ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung. Die Dauer einer logopädischen Behandlung richtet sich individuell nach den Fortschritten des Kindes. Sie kann jederzeit mit allen Beteiligten neu abgesprochen werden.

Psychomotorik

Der Begriff Psychomotorik beschreibt die Wechselwirkung zwischen Denken, Fühlen, Bewegen und deren Bedeutung für die Entwicklung der Handlungskompetenzen des Kindes in seinem Umfeld.

Ausgehend von seinen Stärken begleiten die LfS (Lehrperson für Spezialunterricht) Kinder und Jugendliche mit ihren motorischen Schwierigkeiten und arbeiten an ihren persönlichen Entwicklungsthemen. Bewegung und Spiel sind zentrale kindliche Erfahrungsmöglichkeiten. Sie sind die Grundlagen unserer Arbeitsweise. Die Grob-, Fein- und Grafomotorik sind wichtige Bereiche der Förderung. Ziel des Spezialunterrichts Psychomotorik ist die ganzheitliche heilpädagogische Förderung von Bewegung und Wahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen mit psychomotorischen Schwierigkeiten. Diese äussern sich in vielfältigen, unterschiedlichen Erscheinungsbildern wie Unruhe, Ungeschicklichkeit, Gehemmtheit, kleinkindlichem oder aggressivem Verhalten und Ängstlichkeit. Da für diese Arbeit speziell eingerichtete Räume notwendig sind, findet der Unterricht zentral in Interlaken, Grindelwald oder Lauterbrunnen statt.

Begabtenförderung

Ablaufschema:

  1. Besondere Begabung wird festgestellt.
  2. Vorselektion durch Klassenlehrperson z.B. mittels Rating-Fragebogen aus dem Leitfaden IBEM in Zusammenarbeit mit den Eltern und ev. der Schulleitung vor Ort.
  3. Nach Absprache mit den Eltern erfolgt Anmeldung über die Schulleitung vor Ort zur weiteren Abklärung durch die EB. IQ-Wert ≥130 erfüllt Zulassungsbedingung zur Begabtenförderung (Vorinformation an SJR wäre praktisch).
  4. Antrag der EB zur Zuweisung Begabtenförderung folgt an SL SJR.
  5. Eltern erhalten Informationen zu den aktuellen Angeboten der Begabtenförderung und die SJR-Koordinatorin klärt Bedürfnisse und Möglichkeiten mit Ihnen.
  6. Nach Bewilligung und Kursanmeldung erfolgt Teilnahme an Pull-out-Programm. Planung und Durchführung durch Fachperson Begabtenförderung (nach Absprache ist auch BF vor Ort möglich!).
  7. Fachperson Begabtenförderung – Klassenlehrperson vor Ort - Eltern: Regelmässiger Informationsaustausch (mind. 1x pro Jahr) zur Standortbestimmung und weiterer Planung der besonderen BF-Massnahme.
  8. Zuweisung nach 4 Jahren durch EB erneut überprüfen.

Quelle

www.schuleinterlaken.ch/spezialunterricht-jungfrauregion/wichtigste-informationen

Übertritt Sekundarstufe I

Primarstufe und Sekundarstufe I

  • Primarstufe bezeichnet die Schuljahre 1 bis 6.
  • Sekundarstufe I bezeichnet die Schuljahre 7 bis 9 unabhängig vom eingeschlagenen Weg und vom besuchten Niveau oder Schultyp.

Auf der Sekundarstufe I besuchen die Schülerinnen und Schüler entweder das Realschul-, das Sekundarschul- oder das spezielle Sekundarschulniveau (sofern die Gemeinde ein solches führt). In der Sekundarschule gelten höhere Anforderungen als in der Realschule. Der Übertritt in die Sekundarstufe I findet in der Regel nach dem 6. Schuljahr statt.

Das Übertrittsverfahren

Ziel des Übertrittsverfahrens ist es, Ihr Kind aufgrund seiner voraussichtlichen Entwicklung demjenigen Schultyp und denjenigen Niveaufächern zuzuweisen, in denen es am besten gefördert werden kann. Damit der Entwicklungsprozess Ihres Kindes während einer längeren Phase beobachtet und begleitet werden kann, zählt bereits das fünfte Schuljahr zur Beobachtungszeit.

Die Einschätzung der voraussichtlichen Entwicklung basiert auf:

  • der Beurteilung der fachlichen Kompetenzen in den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik, wobei insbesondere der Beurteilungsbericht des 5. Schuljahres und der Übertrittsbericht massgebend sind;
  • der Beurteilung der personalen Kompetenzen in allen Fächern;
  • den Beobachtungen der Eltern;
  • der Selbsteinschätzung der Schülerin oder des Schülers.

Der Übertrittsbericht

Die Klassenlehrperson verfasst unter Einbezug der übrigen an der Klasse unterrichtenden Lehrkräften einen Übertrittsbericht. Der Bericht gibt Auskunft über die Leistung der Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik sowie den personalen Kompetenzen in allen Fächern im ersten Semester des 6. Schuljahres. Das Übertrittsverfahren von der Primarstufe in die Sekundarstufe I

Das Übertrittsprotokoll

Das Übertrittsprotokoll setzt sich aus drei verschiedenen Stellungnahmen zusammen:

  • der Zuweisung aus Sicht der Lehrpersonen;
  • der Selbsteinschätzung der Schülerin/ des Schülers;
  • der Zuweisung aus Sicht der Eltern.

Das Übertrittprotokoll dient als Grundlage für das Übertrittsgespräch.

Das Übertrittsgespräch

Bis Ende Januar des 6. Schuljahres erhalten die Eltern den Übertrittsbericht und das Übertrittsprotokoll zur Stellungnahme. Anschliessend werden die Eltern und die Schülerin oder der Schüler von der Klassenlehrperson zum Übertrittsgespräch eingeladen. Ziel des Übertrittgesprächs ist es, einen gemeinsamen Zuweisungsantrag zu formulieren. Die Klassenlehrkraft ergänzt nach dem Gespräch das Übertrittsprotokoll mit dem entsprechenden Antrag an die Schulleitung.

Kontrollprüfung

Kommt kein gemeinsamer Zuweisungsantrag zu Stande, können die Eltern ihr Kind via Übertrittsprotokoll zu einer kantonalen Kontrollprüfung anmelden. Die Schülerinnen und Schüler müssen die Prüfung in allen drei übertrittsrelevanten Fächern Mathematik, Deutsch und Französisch absolvieren, auch wenn sich die Eltern und Lehrpersonen nur in einem Fach oder zwei Fächern nicht einig sind. Die Schulleitung der Primarstufe fällt den Übertrittsentscheid aufgrund der Resultate der Kontrollprüfung. Für fremdsprachige, neu zugezogene Kinder oder solche, die aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit nicht zur Schule gehen konnten oder an einer Lernschwäche leiden, gelten besondere Regelungen. Die Prüfungsanforderungen sowie weitere Informationen über die Kontrollprüfung finden Lehrpersonen und Eltern auf der Internetseite der Erziehungsdirektion. (www.erz.be.ch)

Der Übertrittsentscheid

Den Übertrittsentscheid fällt die Schulleitung auf Grund des Übertrittsprotokolls. Wer in mindestens zwei der drei übertrittsrelevanten Fächern dem Sekundarschul- beziehungsweise dem speziellen Sekundarschulniveau (falls die Gemeinde eine spezielle Sekundarklasse führt) zugewiesen wird, gilt als Schülerin oder als Schüler des entsprechenden Schultyps. Im Kanton Bern ist der Übertritt in die Sekundarstufe I grundsätzlich einheitlich geregelt. Für fremdsprachige, neu zugezogene Kinder oder solche, die aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit nicht zur Schule gehen konnten, kann die Schulleitung von den Vorschriften der Beurteilung und des Übertrittsverfahrens abweichen.

Promotionsbestimmungen auf der Sekundarstufe I

Eine Schülerin oder ein Schüler wird für das nächste Schuljahr promoviert, wenn sie oder er im Beurteilungsbericht höchstens drei ungenügende Noten aufweist. In den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik darf höchstens eine ungenügende Note vorliegen. Werden diese Promotionsbestimmungen am Ende des Schuljahres nicht erfüllt, so erfolgt eine Rückstufung in den tieferen Schultyp oder eine Wiederholung des Schuljahres im selben Schultyp. Eine Schülerin oder ein Schüler wechselt in den nächsthöheren Schultyp, wenn die begründete Annahme besteht, dass sie oder er den Anforderungen zu genügen vermag.

Realschülerinnen und –schüler

Schülerinnen und Schüler des Realschultyps können das 7. Schuljahr im Sekundarschultyp wiederholen, wenn die begründete Annahme besteht, dass sie den erhöhten Anforderungen zu genügen vermögen. Erreichen Realschülerinnen oder -schüler am Ende des Schuljahres in der Mehrheit der Fächer im Beurteilungsbericht keine genügende Note, so kann das Schuljahr wiederholt werden.

Übertritt an weiterführende Schulen der Sekundarstufe II

Für Schülerinnen und Schüler, die das Gymnasium oder eine andere weiterführende Schule besuchen wollen, erfolgen die Schullaufbahnentscheide Mitte des 8. resp. 9. Schuljahres. Die Eltern werden von der Schulleitung und den Lehrpersonen zu gegebener Zeit detailliert über die Verfahren informiert.

Übersicht des Übertrittsverfahrens

 

1. Semester

2. Semester

5. Klasse

Beobachtungsphase
Standortgespräch*

Beobachtungsphase Beurteilungsbericht mit Noten

6. Klasse




Beobachtungsphase
Übertrittsgespräch**

Übertrittsbericht/-protokoll

evtl. Kontrollprüfung

Übertrittsentscheid Prim. /Sek I

Beurteilungsbericht mit Noten

 

7. Klasse

Probesemester für Sekundarschüler

 

 

* Zeitpunkt des Standortgesprächs ist für die Schulen frei wählbar.

** Das Übertrittsgespräch findet vor Mitte Februar statt.

Beobachtungshilfen für die Eltern respektive Erziehungsberechtigte

Folgende Fragen sollen den Eltern helfen, den Übertrittsentscheid mitzutragen:

  • Lernt Ihr Kind gerne?
  • Kann es sich gut konzentrieren?
  • Hat Ihr Kind eine gewisse Ausdauer?
  • Begreift Ihr Kind bald einmal, worum es bei einer Aufgabe geht?
  • Überlegt Ihr Kind gut, wenn es an das Lösen einer Aufgabe herangeht?
  • Mutet es sich auch schwierigere Aufgaben zu?
  • Arbeitet Ihr Kind selbständig?
  • Arbeitet Ihr Kind sorgfältig?
  • Erledigt Ihr Kind seine Hausaufgaben unaufgefordert?

Quelle:
www.erz.be
Beurteilung Lehrplan 21
Informationsbroschüre für die Eltern

Beurteilung

In erster Linie dient die Beurteilung der Förderung und soll von Ihrem Kind als Unterstützung des eigenen Lernens erlebt werden. Beim Beobachten und Beurteilen orientieren sich die Lehrpersonen an den Kompetenzen des Lehrplans 21.

Die Schülerinnen- und Schülerbeurteilung ist…

… förderorientiert
Beurteilungen und Rückmeldungen fördern das Lernen und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und zeigen auf, wie die nächsten Lernschritte anzugehen sind.

 … passend zum Unterricht
Grundlage jeder Beurteilung sind die Lernsituationen im Unterricht.

 … transparent
Beurteilungen informieren die Eltern, nachvollziehbar und differenziert über die Lernfortschritte und die Entwicklung ihrer Tochter oder ihres Sohnes.

 … umfassend
In die Beurteilung werden sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen miteinbezogen.

Fachliche Kompetenzen werden in den verschiedenen Fächern (Deutsch, Mathematik, Musik, usw.) erworben. Überfachliche Kompetenzen spielen über die Fächer hinweg eine wichtige Rolle, wie z.B. Selbständigkeit oder Teamfähigkeit. Im Unterricht werden die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen miteinander verknüpft.


Verschiedene Funktionen der Schülerinnen- und Schülerbeurteilung

Beurteilung und Begleitung des Lernprozesses

Die wichtigste Aufgabe im Unterricht besteht darin, den Lernprozess Ihres Kindes erfolgreich zu unterstützen. Dazu werden die Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrpersonen regelmässig und nach ausgewählten Kriterien beobachtet. Die Ergebnisse dieser Beobachtungen dienen den Lehrpersonen dazu, ihren Unterricht entsprechend zu gestalten und bei Standortgesprächen konkrete Anregungen und Auskünfte zu geben.

Beurteilung des Lernstandes

Nach grösseren Unterrichtsabschnitten beurteilen die Lehrpersonen anhand von Produkten, Lernkontrollen und dem Lernprozess, wie gut die Schülerinnen und Schüler die Lernziele des Unterrichts erreicht haben. Lernziele und Kriterien werden den Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Lernsequenz bekanntgegeben.

Die Selbstbeurteilung

Mit den Selbstbeurteilungen während des Schuljahres schätzen die Schülerinnen und Schüler ihre fachlichen und überfachlichen Kompetenzen ein. Sie denken dabei über ihr Lernen nach und übernehmen dadurch Verantwortung für ihren Lernprozess. Die Selbstbeurteilung findet im Rahmen von Lernsituationen in jedem Fach statt.

Das Standortgespräch

Das Standortgespräch fördert den persönlichen Kontakt zwischen den Eltern und den Lehrkräften und ermöglicht einen Vergleich zwischen der Selbstbeurteilung der Schülerinnen und Schüler, der Fremdbeurteilung durch die Lehrkräfte sowie der Einschätzung aus Sicht der Eltern. Das Standortgespräch anerkennt gute Leistungen und positives Verhalten wertschätzend. Es ist aber auch möglich, Problemsituationen direkt anzusprechen und gemeinsame Absprachen zu treffen. Die Schule bietet verschiedene Funktionen der Schülerinnen- und Schülerbeurteilung bei besonderen Ereignissen oder auf Wunsch der Eltern zusätzliche Gespräche an.

Protokoll für das Standortgespräch

Die besprochenen Themen werden durch ein Kreuz markiert und allenfalls mit einem Stichwort ergänzt. Gemeinsame Absprachen mit den Eltern können in wenigen Stichwörtern kurz festgehalten werden. Falls kein Bedarf für gemeinsame Absprachen besteht, wird das Feld leer gelassen. Das Formular ist Teil der Dokumentenmappe.

Der Beurteilungsbericht

Der Beurteilungsbericht gibt den Schülerinnen und Schülern eine schriftliche Rückmeldung über ihren Leistungsstand in den verschiedenen Fächern. Schülerinnen und Schüler erhalten einen Beurteilungsbericht:

Primarstufe:
Ende 2., 4., 5. und 6. Schuljahr

Sekundarstufe I:
Ende 7., 8., und 9. Schuljahr

Diese basieren auf einem professionellen Ermessensentscheid der Lehrpersonen und nicht auf Berechnungen von Durchschnitten.

Beurteilungsform nach Stufen 

*Zeitpunkt des Standortgesprächs ist für die Schulen frei wählbar.
**Im 6. Schuljahr der Primarstufe findet das Übertrittsgespräch vor Mitte Februar statt.

Die Schullaufbahnentscheide

Ein Schullaufbahnentscheid erfolgt aufgrund einer Gesamtbeurteilung. Im Zentrum steht die Frage, in welcher Klasse, welchem Schultyp oder Niveau die Schülerin, der Schüler am besten gefördert werden kann. Schullaufbahnentscheide betreffen insbesondere:

  • den Übertritt ins nächste Schuljahr;
  • das Überspringen oder Wiederholen eines Schuljahres;
  • die Zuweisung zu einer besonderen Klasse oder die Rückführung aus der besonderen Klasse in eine Regelklasse;
  • die Zuweisung, das Verbleiben oder den Wechsel in einen anderen Schultyp oder in ein anderes Niveaufach der Sekundarstufe I;
  • die Aufnahme in den gymnasialen Unterricht, die Handelsmittelschule, die Fachmittelschulen und in die Berufsmaturitätsschulen.

Individuelle Schullaufbahnentscheide

Individuelle Schullaufbahnentscheide sind während der gesamten Volksschulzeit und auch während des laufenden Schuljahres grundsätzlich jederzeit möglich. Sie können für einzelne Schülerinnen und Schüler individuell getroffen werden, wenn es nötig und sinnvoll ist. Einzelne Schülerinnen und Schüler können während des Schuljahres z.B. in eine besondere Klasse oder auf der Sekundarstufe I in ein höheres oder tieferes Niveau wechseln. Schullaufbahnentscheide trifft die Schulleitung auf Antrag der Klassenlehrkraft. Sie werden den Eltern im Rahmen des Beurteilungsberichts oder eines individuellen Schullaufbahnentscheids schriftlich mitgeteilt

Quelle:
www.erz.be
Beurteilung Lehrplan 21
Informationsbroschüre für die Eltern

Schulhausregeln

  1. Wir begegnen einander freundlich und respektvoll. Wir grüssen einander bei der ersten Begegnung des Tages. Wir tun einander nicht weh. 
  1. Wir tragen Sorge zur Schulanlage, zum Schulhaus, Mobiliar und Material. Bei Sachbeschädigung ist die Verantwortung zu übernehmen und dies der Lehrkraft oder dem Abwart zu melden.
  1. Im Schulhaus und auf dem ganzen Schulareal ist das Rauchen, das Schnupfen, das Trinken von Alkohol sowie das Mitnehmen und Konsumieren jeglicher Drogen verboten.
  1. Es ist untersagt, Waffen jeglicher Art (auch Taschenmesser) in die Schule mitzunehmen.
  1. Das Handy muss während der gesamten Schul- und Pausenzeit ausgeschaltet sein.
  1. MP3-Player und andere elektronische Geräte bleiben zu Hause.
  1. Velos und Mofas werden im Unterstand hingestellt. Das Befahren des Schulhausareals ist verboten.
  1. Die Schülerinnen und Schüler betreten erst 5 Minuten vor Beginn des Unterrichts, auf das Zeichen der Schulglocke hin, das Schulhaus. 
  1. Wir betreten die Schulräume nur mit Hausschuhen. (Ausnahme: Werkraum) Wir betreten die Turnhalle nur mit sauberen Turnschuhen. Die Schülerinnen und Schüler legen zum Turnen Schmuck und Uhren ab.
  1. In der Pause gelten die Pausenregeln.

Absenzen und Dispensationen

Entschuldigte Absenzen

Absenzen gelten insbesondere aus folgenden Gründen als entschuldigt:

  • Krankheit oder Unfall des Kindes
  • Krankheit oder Todesfall in der Familie des Kindes
  • äusserst schwierige Schulwegverhältnisse infolge schlechter Witterung
  • Arzt- und Zahnarztbesuche
  • Prüfungsaufgebote
  • berufswahlorientierte Veranstaltungen und Beratungen ab dem 7. Schuljahr
  • Abklärungen, Beratungen und Behandlungen durch die Erziehungsberatung, den Kinder-  und jugendpsychiatrischen Dienst oder den schulärztlichen Dienst
  • bis zu zwei Tage für den Wohnungswechsel der Familie
  • ärztlich verordnete Therapien

Als Eltern teilen Sie den Lehrpersonen die Gründe für die Absenz Ihres Kindes mit:

Voraussehbare Absenzen sind im Voraus der betroffenen Lehrperson zu melden.

Nicht voraussehbare Abwesenheiten sollten aus Sicherheitsgründen so schnell wie möglich mitgeteilt werden.

Die Anzahl der entschuldigten und allfällig unentschuldigten Lektionen, die ein Kind im Unterricht gefehlt hat, wird im Beurteilungsbericht vermerkt.

Fünf freie Halbtage

Die Eltern haben für ihr Kind Anrecht auf bis zu fünf freie Halbtage pro Schuljahr. An diesen Halbtagen kann es ohne Angabe von Gründen dem Unterricht fernbleiben.

Die fünf freien Halbtage (einzeln oder zusammenhängend) können frei gewählt werden. Die Klassenlehrkraft wird mindestens einen Tag im Voraus, schriftlich (vorgegebene Halbtagezettel) durch die Eltern informiert.

Die Halbtage verstehen sich als Schulhalbtage gemäss Stundenplan der Klasse. Eine Übertragung nicht bezogener Halbtage auf ein nachfolgendes Schuljahr ist nicht gestattet.

Dispensation für einzelne Absenzen

Unabhängig von den fünf freien Halbtagen können bei Vorliegen besonderer Gründe weitere Dispensationen bewilligt werden.

Auszug aus der Direktionsverordnung über Absenzen und Dispensationen in der Volksschule (DVAD) Artikel 4 Dispensationen.

Dispensationen sind insbesondere möglich:

  1. im Rahmen der benötigten Zeit für Schnupperlehren, sofern diese nicht in der unterrichtsfreien Zeit gemacht werden können
  2. bis einen halben Tag pro Woche für den Besuch von Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur
  3. im Rahmen der benötigten Zeit für die Förderung ausserordentlicher intellektueller, sportlicher oder musischer Begabungen
  4. auf Antrag der Erziehungsberatung, des kinder- und jugendpsychiatrischen Dienstes oder des schulärztlichen Dienstes für das Fernbleiben von einzelnen Fächern aus besonderen Gründen, insbesondere wegen gesundheitlicher Einschränkungen, Lernbehinderungen oder komplexer Lernstörungen
  5. für das Fernbleiben aufgrund religiöser Gebote
  6. bis höchstens zwei Wochen pro Schuljahr für Familienferien, wenn aus beruflichen Gründen nicht mindestens vier Wochen der Ferien der Eltern mit den Schulferien zusammenfallen oder wenn aus beruflichen oder familiären Gründen der Besuch von Familienangehörigen im Ausland nicht während der Schulferien möglich ist
  7. bis höchstens drei Wochen pro Schuljahr für die Alpzeit

Die Eltern reichen Dispensationsgesuche spätestens vier Wochen im Voraus schriftlich und begründet bei der Schulleitung ein.

Die Schulleitung kann Beweise oder Bestätigungen für die Begründung anfordern.

Wird eine Dispensation nicht gewährt und bleibt das Kind dennoch dem Unterricht fern, gilt dies als unentschuldigte Absenz.

Kontrolle der Absenzen

In jeder Klasse wird eine Absenzenkontrolle durch die Klassenlehrkraft geführt. Die entschuldigten und unentschuldigten Abwesenheiten werden im Beurteilungsbericht festgehalten.

Dispensationen für Schnupperlehren, Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur, für Prüfungen, für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen, für Berufsinformationsanlässe, für Begabtenförderung oder für andere Anlässe mit unterrichtsnahen Inhalten, Absenzen wegen freier Halbtage und Absenzen wegen Unterrichtsausschluss werden nicht in den Beurteilungsbericht eingetragen.

Werden der Schulkommission durch die Schulleitung unentschuldigte Absenzen gemeldet, erstattet diese nach Prüfung der Situation und nach Anhören der Betroffenen beim zuständigen Richteramt Strafanzeige.

Strafbare Schulversäumnisse

Volksschulgesetz Artikel 32:

1) Die Eltern sind verpflichtet, die Kinder regelmässig in die Schule zu schicken.

2) Wer ein Kind, für dessen Schulbesuch er verantwortlich ist, schuldhaft nicht zur Schule schickt, ist strafbar. Die Schulkommission hat in diesem Fall nach Anhören der Betroffenen Anzeige zu erstatten.

Zusammenarbeit Eltern und Volksschule

Zusammenarbeit

Eltern und Volksschule sind per Gesetz zur Zusammenarbeit verpflichtet. Diese Zusammenarbeit soll partnerschaftlich erfolgen. Dabei stehen der Schulerfolg und das Wohlergehen des Kindes stets im Zentrum.

Gegenseitige Information

  • Die Schule informiert die Eltern über wichtige Geschehnisse und Vorhaben im Zusammenhang mit dem Unterricht (Anlässe, Schulreisen etc.) und dem Schulbetrieb (Zuteilung zu Schule oder Klasse, Unterrichtszeiten etc.). Diese Informationen erfolgen schriftlich oder an Informationsanlässen wie Elternabenden und Besuchstagen. Es wird erwartet, dass nach Möglichkeit beide Elternteile an solchen Anlässen teilnehmen. Falls beide Elternteile nicht teilnehmen können, melden Sie sich mündlich oder schriftlich bei der einladenden Lehrperson ab und erkundigen Sie sich, wie Sie die Informationen trotzdem erhalten können.
  • Die Schule informiert die Eltern regelmässig über die (schulische) Entwicklung und das Verhalten Ihres Kindes: Es findet pro Schuljahr mindestens ein Elterngespräch (Gespräch zwischen den Eltern der Schülerin/des Schülers und der Klassenlehrperson) statt (siehe auch „Beurteilung“). Es wird erwartet, dass nach Möglichkeit beide Elternteile daran teilnehmen. Der Termin wird in Absprache mit Ihnen vereinbart. Wenn Sie sich zu wenig über die Schule oder die schulische Entwicklung und das Verhalten Ihres Kindes informiert fühlen, fragen Sie bei der Klassenlehrperson oder bei der Schulleitung nach.
  • In Absprache mit der Lehrperson dürfen Sie in der Klasse Ihres Kindes einen Unterrichtsbesuch machen.
  • Informieren Sie die Klassenlehrperson über Vorkommnisse, die das Kind in seiner Entwicklung und Aufmerksamkeit beeinträchtigen können.

Übersetzung

Es ist wichtig, dass Sie verstehen, was an einem Elternabend oder bei einem Elterngespräch besprochen wird. Es ist auch wichtig, dass Sie Ihre Anliegen ausdrücken und Ihre Fragen stellen können. Reichen Ihre Sprachkenntnisse dafür noch nicht aus, können Sie eine erwachsene Person mitbringen, welche für Sie dolmetscht. Insbesondere für das Elterngespräch kann auch die Schule eine dolmetschende Person organisieren. Die von der Schule organisierten dolmetschenden Personen sind neutral, für ihre Funktion ausgebildet und stehen unter Schweigepflicht.

Wichtige Entscheide

Alle wichtigen Entscheide zur Schullaufbahn Ihres Kindes (z.B. Übertritt von der Basisstufe in die Primarstufe und von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1, Versetzung in die nächste Klasse, Zuweisung in eine Besondere Klasse) werden mit Ihrem Kind und Ihnen besprochen. Sie haben das Recht, durch die betreffenden Lehrpersonen und die Schulleitung informiert, angehört und beraten zu werden und dürfen alle Ihr Kind betreffenden Akten einsehen. Ein Schullaufbahnentscheid wird durch die Schulleitung entschieden. Der definitive Entscheid muss Ihnen schriftlich und begründet eröffnet werden. Sollten Sie mit dem Entscheid nicht einverstanden sein, haben Sie die Möglichkeit eine Beschwerde beim Schulinspektorat einzureichen.

Mitwirkung

Falls Sie die Bereitschaft und die Möglichkeit haben, die Lehrpersonen und Klasse oder Schule Ihres Kindes durch kleine Hilfen wie Begleitung auf Ausflügen, Unterstützung bei Projekten, kleine Übersetzung für die Eltern eines anderen Kindes etc. zu unterstützen, teilen Sie dies der Klassenlehrperson mit. Solche Hilfen tragen zu einer guten Beziehung zwischen Eltern und Lehrpersonen und zu einem guten Schulklima bei.

Als Eltern zum Schulerfolg beitragen

Der Grundstein für eine gute Entwicklung Ihres Kindes wird in den ersten Lebensjahren gelegt. Tipps für den Erziehungsalltag finden Sie in der Broschüre „Fit für die Schule“ in verschiedenen Sprachen: www.erz.be.ch/erziehungsberatung

Sie können als Eltern massgeblich zu einer guten schulischen Entwicklung Ihres Kindes beitragen:

Interesse zeigen

  • Pflegen Sie den Kontakt mit den Lehrpersonen und nehmen Sie möglichst an allen Anlässen der Schule teil: Sie zeigen damit Ihrem Kind, dass die Schule wichtig ist. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen helfen, dass Ihr Kind optimal gefördert werden kann.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Kind erzählen, was es in der Schule erlebt und gelernt hat.
  • Motivieren und unterstützen Sie ihr Kind.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind ausgeruht und mit einem gesunden Frühstück im Bauch und einem Znüni in der Tasche in der Schule eintrifft.
  • Bringen Sie Ihr Kind nicht (mit dem Auto) zur Schule. Üben Sie mit ihm seinen Schulweg, bis es ihn selbstständig gehen kann.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind seine Hausaufgaben erledigt und seine Tasche für den nächsten Schultag bereit macht.
  • Vertrauen Sie in die Lernfähigkeit Ihres Kindes. Lassen Sie es möglichst viele Dinge selber tun.
  • Loben Sie Ihr Kind für seine Lernanstrengungen und für das Durchhalten bei Schwierigkeiten.
  • Kritisieren Sie Ihr Kind nicht wegen Fehlern, sondern überlegen Sie gemeinsam mit ihm, was es aus ihnen lernen kann.

Sprache und eigene Erfahrungen fördern

  • Sprechen Sie von klein auf viel mit Ihrem Kind. Erzählen Sie ihm, was Sie gerade machen und erklären Sie ihm die Welt, die es umgibt. Hören Sie ihm geduldig zu und antworten Sie ihm auf seine Fragen. Erzählen Sie ihm Geschichten und lesen Sie ihm vor.
  • Machen Sie gemeinsame Unternehmungen mit Ihrem Kind: Gehen Sie mit ihm z.B. in den Zoo, Schiff fahren, in Museen und in die Natur. So kann Ihr Kind die Welt mit allen Sinnen erfahren und Zusammenhänge verstehen lernen.
  • Besuchen Sie mit Ihrem Kind regelmässig die Bibliothek und ermuntern Sie es zum Lesen.

Mehrsprachig aufwachsende Kinder:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind in der Sprache, die Sie am besten können. Bleiben Sie dabei, auch wenn Ihr Kind in der lokalen Sprache antwortet.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind von klein auf Deutsch lernen kann. Seien Sie selbst offen für die lokale Sprache und lernen Sie diese. Sie sind ein Vorbild für Ihr Kind.
  • Schicken Sie Ihr Kind in den Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK): Die Förderung der Erstsprache(n) (Mutter-/Vatersprache) ist für eine gute Sprachentwicklung zentral.
  • Für weitere Tipps in diversen Sprachen siehe auch: www.erz.be.ch/hsk > Mehrsprachig aufwachsen

Quelle:

www.erz.be

Broschüre: Die Volksschule im Kanton Bern / Elterninformationen

Schwierige Situationen in der Schule – in der Erziehung

Schwierige Situationen ... in der Volksschule

Vielleicht fühlt sich Ihr Kind in der Klasse nicht wohl oder seine Leistungen sind plötzlich gesunken. Vielleicht hat Ihr Kind Schwierigkeiten mit anderen Kindern oder Sie als Eltern sind mit dem Entscheid einer Lehrperson nicht einverstanden.

Vorgehen in schwierigen Situationen in der Schule

Bei Problemen, Unklarheiten, Fragen oder schwierigen Situationen, die Ihr Kind, die Lehrperson oder die Klasse betreffen, ist folgendes Vorgehen einzuhalten:

  • Als Erstes nehmen Eltern und Lehrperson Kontakt zueinander auf. Sie besprechen die Situation miteinander und suchen nach einem Lösungsweg. In der Regel wird so eine befriedigende Lösung gefunden, welche für das Kind, die Eltern und die Lehrperson stimmt.
  • Wenn Eltern und Lehrperson zu keiner Lösung kommen und es eine oder beide Seiten für nötig erachten, findet ein Gespräch zwischen Eltern, Lehrperson und der Schulleitung statt.
  • Lässt sich beim Auftauchen von Fragen oder Schwierigkeiten irgendwelcher Art keine befriedigende Lösung erzielen, können Sie Ihr Anliegen der Schulkommission unterbreiten.

Dieses Vorgehen muss von Eltern und Lehrpersonen eingehalten werden. Bei Bedarf kann eine Übersetzung organisiert werden.

Unter Downloads:

  • Dienst- und Beschwerdeweg_Vorgehen_Schwierigen Situationen

Schwierige Situationen ... in der Erziehung

Auch bei Fragen zur Erziehung dürfen Sie sich an die Klassenlehrperson wenden. Tauschen Sie sich auch mit anderen Eltern aus, um zu erfahren, wie diese mit schwierigen Situationen umgehen.

Beratung durch Fachpersonen

Nebst den Lehrpersonen Ihres Kindes können Sie sich auch an andere Fachpersonen wenden: Unterstützung bieten kann die Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Region. Alle Fachpersonen unterstehen der Schweigepflicht

Die Erziehungsberatungsstelle ist für Sie da:

  • Wenn die Schwierigkeiten in der Erziehung zu einer so grossen Belastung werden, dass Sie sie kaum mehr allein bewältigen können (Ungehorsam, Trotz, Angst, Aggressivität, Streit unter den Geschwistern, Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen, schwierige Aufgabensituationen, hoher Internetkonsum, Alkoholgenuss, Drogenkonsum, problematische Freizeitaktivitäten etc. oder wenn ein Kind bspw. immer traurig ist oder nicht mehr essen will).
  • Wenn die Familie in einer schwierigen Situation steht (Trennung, Scheidung, andere familiäre Belastungen, etc.)
  • Wenn ein Kind Schwierigkeiten in der Schule hat (Lern-, Leistungs- und Verhaltensschwierigkeiten) und um es zu unterstützen genauere Abklärungen nötig sind (auf gemeinsamen Antrag der Eltern und der Schule)
  • Wenn in einer Klasse/Schulhaus Probleme bestehen (z.B. Gewalt, Diskriminierung)

Quelle:
www.erz.be
Broschüre: Die Volksschule im Kanton Bern / Elterninformationen

Massnahmen bei Disziplinproblemen

Die Volksschule sorgt für einen geordneten Schulbetrieb, so dass sich alle Kinder wohlfühlen und gut lernen können.

Die Schülerinnen und Schüler haben die Regeln für das Zusammenleben (Schulhausordnung, Klassenregeln) einzuhalten und die Anordnungen der Lehrpersonen, der Schulleitung und des Betriebspersonals zu befolgen.

Werden Regeln wiederholt nicht eingehalten oder gravierend verletzt, werden die Eltern informiert und es gilt das Vorgehen in schwierigen Situationen. 

Bringen die vereinbarten Massnahmen keine positive Veränderung, gilt das Stufenmodell und es können durch die Schule Fachpersonen beigezogen werden. Wird durch das Verhalten einer Schülerin oder eines Schülers der ordentliche Schulbetrieb erheblich beeinträchtigt, kann die Schulkommission einen schriftlichen Verweis erteilen oder einen Schulausschluss schriftlich androhen. Um einen geordneten Schulbetrieb sicherzustellen kann die Schulkommission Schülerinnen und Schüler bis zu zwölf Wochen vom Unterricht ausschliessen. Bei einem (Teil-) Ausschluss wird durch die beauftragten Fachpersonen gemeinsam mit den Eltern eine angemessene Beschäftigung organisiert.

Unter Downloads:

  • Vorgehen in schwierigen Situationen (Dienst- und Beschwerdeweg)
  • Stufenmodell (Massnahmen bei Disziplinproblemen)

Quelle:

www.erz.be

Broschüre: Die Volksschule im Kanton Bern / Elterninformationen

Nutzungsvereinbarung ICT

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