Informationen

 

Leitgedanken

  • Jede  und jeder ist einzigartig und darf das auch sein, dabei respektieren wir die Grenzen des andern.
  • Alle Beteiligten tragen mit ihrem vollen Einsatz zum Gelingen des Schulalltags bei.
  • Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Eltern und Behörden arbeiten zusammen und sichern so die Qualität der Schule

 

Absenzen und Dispensationen

Entschuldigte Absenzen

Absenzen gelten insbesondere aus folgenden Gründen als entschuldigt:

  • Krankheit oder Unfall des Kindes
  • Krankheit oder Todesfall in der Familie des Kindes
  • äusserst schwierige Schulwegverhältnisse infolge schlechter Witterung
  • Arzt- und Zahnarztbesuche
  • Prüfungsaufgebote
  • berufswahlorientierte Veranstaltungen und Beratungen ab dem 7. Schuljahr
  • Abklärungen, Beratungen und Behandlungen durch die Erziehungsberatung, den

    Kinder-  und jugendpsychiatrischen Dienst oder den schulärztlichen Dienst

  • bis zu zwei Tage für den Wohnungswechsel der Familie
  • ärztlich verordnete Therapien

Als Eltern teilen Sie den Lehrpersonen die Gründe für die Absenz Ihres Kindes mit:

Voraussehbare Absenzen sind im Voraus der betroffenen Lehrperson zu melden.

Nicht voraussehbare Abwesenheiten sollten aus Sicherheitsgründen so schnell wie möglich mitgeteilt werden.

Die Anzahl der entschuldigten und allfällig unentschuldigten Lektionen, die ein Kind im Unterricht gefehlt hat, wird im Beurteilungsbericht vermerkt.

Fünf freie Halbtage

Die Eltern haben für ihr Kind Anrecht auf bis zu fünf freie Halbtage pro Schuljahr. An diesen Halbtagen kann es ohne Angabe von Gründen dem Unterricht fernbleiben.

Die fünf freien Halbtage (einzeln oder zusammenhängend) können frei gewählt werden. Die Klassenlehrkraft wird mindestens einen Tag im Voraus, schriftlich (vorgegebene Halbtagezettel) durch die Eltern informiert.

Die Halbtage verstehen sich als Schulhalbtage gemäss Stundenplan der Klasse. Eine Übertragung nicht bezogener Halbtage auf ein nachfolgendes Schuljahr ist nicht gestattet.

Dispensation für einzelne Absenzen

Unabhängig von den fünf freien Halbtagen können bei Vorliegen besonderer Gründe weitere Dispensationen bewilligt werden.

Auszug aus der Direktionsverordnung über Absenzen und Dispensationen in der Volksschule (DVAD) Artikel 4 Dispensationen.

Dispensationen sind insbesondere möglich:

  1. im Rahmen der benötigten Zeit für Schnupperlehren, sofern diese nicht in der unterrichtsfreien Zeit gemacht werden können
  2. bis einen halben Tag pro Woche für den Besuch von Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur
  3. im Rahmen der benötigten Zeit für die Förderung ausserordentlicher intellektueller, sportlicher oder musischer Begabungen
  4. auf Antrag der Erziehungsberatung, des kinder- und jugendpsychiatrischen Dienstes oder des schulärztlichen Dienstes für das Fernbleiben von einzelnen Fächern aus besonderen Gründen, insbesondere wegen gesundheitlicher Einschränkungen, Lernbehinderungen oder komplexer Lernstörungen
  5. für das Fernbleiben aufgrund religiöser Gebote
  6. bis höchstens zwei Wochen pro Schuljahr für Familienferien, wenn aus beruflichen Gründen nicht mindestens vier Wochen der Ferien der Eltern mit den Schulferien zusammenfallen oder wenn aus beruflichen oder familiären Gründen der Besuch von Familienangehörigen im Ausland nicht während der Schulferien möglich ist
  7. bis höchstens drei Wochen pro Schuljahr für die Alpzeit

Die Eltern reichen Dispensationsgesuche spätestens vier Wochen im Voraus schriftlich und begründet bei der Schulleitung ein.

Die Schulleitung kann Beweise oder Bestätigungen für die Begründung anfordern.

Wird eine Dispensation nicht gewährt und bleibt das Kind dennoch dem Unterricht fern, gilt dies als unentschuldigte Absenz.

Kontrolle der Absenzen

In jeder Klasse wird eine Absenzenkontrolle durch die Klassenlehrkraft geführt. Die entschuldigten und unentschuldigten Abwesenheiten werden im Beurteilungsbericht festgehalten.

Dispensationen für Schnupperlehren, Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur, für Prüfungen, für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen, für Berufsinformationsanlässe, für Begabtenförderung oder für andere Anlässe mit unterrichtsnahen Inhalten, Absenzen wegen freier Halbtage und Absenzen wegen Unterrichtsausschluss werden nicht in den Beurteilungsbericht eingetragen.

Werden der Schulkommission durch die Schulleitung unentschuldigte Absenzen gemeldet, erstattet diese nach Prüfung der Situation und nach Anhören der Betroffenen beim zuständigen Richteramt Strafanzeige.

Strafbare Schulversäumnisse

Volksschulgesetz Artikel 32:

1) Die Eltern sind verpflichtet, die Kinder regelmässig in die Schule zu schicken.

2) Wer ein Kind, für dessen Schulbesuch er verantwortlich ist, schuldhaft nicht zur Schule schickt, ist strafbar. Die Schulkommission hat in diesem Fall nach Anhören der Betroffenen Anzeige zu erstatten.

Als Eltern zum Schulerfolg beitragen

Der Grundstein für eine gute Entwicklung Ihres Kindes wird in den ersten Lebensjahren gelegt. Tipps für den Erziehungsalltag finden Sie in der Broschüre „Fit für die Schule“ in verschiedenen Sprachen: www.erz.be.ch/erziehungsberatung

Sie können als Eltern massgeblich zu einer guten schulischen Entwicklung Ihres Kindes beitragen:

Interesse zeigen

  • Pflegen Sie den Kontakt mit den Lehrpersonen und nehmen Sie möglichst an allen Anlässen der Schule teil: Sie zeigen damit Ihrem Kind, dass die Schule wichtig ist. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen helfen, dass Ihr Kind optimal gefördert werden kann.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Kind erzählen, was es in der Schule erlebt und gelernt hat.
  • Motivieren und unterstützen Sie ihr Kind.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind ausgeruht und mit einem gesunden Frühstück im Bauch und einem Znüni in der Tasche in der Schule eintrifft.
  • Bringen Sie Ihr Kind nicht (mit dem Auto) zur Schule. Üben Sie mit ihm seinen Schulweg, bis es ihn selbstständig gehen kann.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind seine Hausaufgaben erledigt und seine Tasche für den nächsten Schultag bereit macht.
  • Vertrauen Sie in die Lernfähigkeit Ihres Kindes. Lassen Sie es möglichst viele Dinge selber tun.
  • Loben Sie Ihr Kind für seine Lernanstrengungen und für das Durchhalten bei Schwierigkeiten.
  • Kritisieren Sie Ihr Kind nicht wegen Fehlern, sondern überlegen Sie gemeinsam mit ihm, was es aus ihnen lernen kann.

Sprache und eigene Erfahrungen fördern

  • Sprechen Sie von klein auf viel mit Ihrem Kind. Erzählen Sie ihm, was Sie gerade machen und erklären Sie ihm die Welt, die es umgibt. Hören Sie ihm geduldig zu und antworten Sie ihm auf seine Fragen. Erzählen Sie ihm Geschichten und lesen Sie ihm vor.
  • Machen Sie gemeinsame Unternehmungen mit Ihrem Kind: Gehen Sie mit ihm z.B. in den Zoo, Schiff fahren, in Museen und in die Natur. So kann Ihr Kind die Welt mit allen Sinnen erfahren und Zusammenhänge verstehen lernen.
  • Besuchen Sie mit Ihrem Kind regelmässig die Bibliothek und ermuntern Sie es zum Lesen.

Mehrsprachig aufwachsende Kinder:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind in der Sprache, die Sie am besten können. Bleiben Sie dabei, auch wenn Ihr Kind in der lokalen Sprache antwortet.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind von klein auf Deutsch lernen kann. Seien Sie selbst offen für die lokale Sprache und lernen Sie diese. Sie sind ein Vorbild für Ihr Kind.
  • Schicken Sie Ihr Kind in den Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK): Die Förderung der Erstsprache(n) (Mutter-/Vatersprache) ist für eine gute Sprachentwicklung zentral.
  • Für weitere Tipps in diversen Sprachen siehe auch: www.erz.be.ch/hsk > Mehrsprachig aufwachsen

Quelle:

www.erz.be

Broschüre: Die Volksschule im Kanton Bern / Elterninformationen

Angebot der Schule

Das Angebot der Schule ergänzt und erweitert den obligatorischen Unterricht mit Schwerpunkten im musisch-gestalterischen Bereich. Angebote können semester- oder schuljahresweise organisiert werden.

Informationen zur Anmeldung:

  • Die Anmeldung für einen Kurs ist für die Dauer des Angebots verbindlich und verpflichtet zur Teilnahme.
  • Vorzeitige Austritte können nur auf schriftliches und begründetes Gesuch der Eltern durch die Schulleitung bewilligt werden.
  • Die einzelnen Angebote finden stundenplanbedingt im Anschluss vor oder nach den regulären Schulstunden statt.
  • Die Eltern, Schülerinnen und Schüler werden im Verlauf des Schuljahres schriftlich über das Wahlfachangebot orientiert.
  • Die Ausschreibung und Anmeldung erfolgt noch vor der definitiven Pensenbewilligung durch den Kanton. Nach Eingang der Anmeldungen wird die Schulleitung entscheiden, ob die Kurse wie ausgeschrieben stattfinden oder ob es noch Anpassungen (z.B. Ganzjahres- oder Semesterkurse, Gruppengrösse usw.) braucht.
  • Sie erhalten die definitive Wahlfachzuteilung mit dem Stundenplan für das nächste Schuljahr jeweils ab Mitte Mai des laufenden Schuljahres.

Im Schuljahr 2017/18 können wir folgende Wahlfächer anbieten:

Flötenunterricht
Der Flötenunterricht findet in zwei Gruppen statt.
Donnerstagmorgen 07.30 – 08.15 Uhr / alle zwei Wochen im Wechsel.

Die Flötenschule mit Begleit-CD kann über die Schule für ça Fr. 30.- bestellt werden und ist dann Eigentum der Schülerin/des Schülers.
Die Kinder spielen auf ihren eigenen Instrumenten.

Atelier (Gestalten mit verschiedenen Materialien)

Das Angebot Atelier findet in zwei Gruppen statt.
Gruppe 1: 9-mal Freitagnachmittag 13.30 – 15.05 Uhr, ab Beginn des 1. Semesters
Gruppe 2: 9-mal Freitagnachmittag 13.30 – 15.05 Uhr, ab Beginn des 2. Semesters

Tastaturschreiben

Das Tastaturschreiben wird im Zweijahresturnus angeboten und erst wieder im Schuljahr 2018/19 ausgeschrieben.
Dieses Wahlfach ist für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse. Wir empfehlen die Teilnahme an diesem Angebot.

Beurteilung

Mindestens einmal jährlich findet auf allen Stufen ein Gespräch zwischen der Klassenlehrperson und den Eltern statt. Im Gespräch geht es um die Lernfortschritte und das Arbeits- und Sozialverhalten Ihres Kindes. Die Kinder der Primarstufe erhalten Ende Schuljahr einen schriftlichen Beurteilungsbericht. Er gibt Auskunft darüber, wie die Lernziele in den einzelnen Fächern erreicht worden sind. Ab dem 3. Schuljahr erfolgt die Beurteilung im Sinne einer Gesamtbeurteilung in Noten und halben Noten pro Fach. Es wird darin auch das Arbeits- und Lernverhalten beurteilt. Die Notenskala reicht von 1 bis 6 (6 = beste Note, weniger als 4 = Lernziele wurden nicht erreicht).

Übersicht

Schuljahr

1. Semester

2. Semester

Basisstufe

Elterngespräch / Standortbestimmung

Der Zeitpunkt des Gesprächs ist frei wählbar.

Basisstufe:

Übertritt ins 3. Schuljahr

Elterngespräch

Übertrittsentscheid

Beurteilungsbericht (ohne Noten)

3. – 5. Klasse

Elterngespräch

Beurteilungsbericht

(mit Noten, ausgenommen im

3. Schuljahr im Fach Französisch)

6. Klasse

Übertrittsgespräch Übertrittsbericht Übertrittsprotokoll

Übertrittsentscheid

Beurteilungsbericht (mit Noten)

 

Das Elterngespräch

Das Elterngespräch unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Im Zentrum steht die Förderung der Kinder und Jugendlichen. Inhalte des Gespräches sind in der Basisstufe die Inhalte der Standortbestimmung und in der Schule die Sachkompetenz, das Arbeits- und Lernverhalten sowie der Umgang mit anderen. Weitere Themen sind bspw. Die Selbstbeurteilung und die Planung der Schullaufbahn.

Die Standortbestimmung

Die Standortbestimmung orientiert sich an den Zielen der Lehrpläne für den Kindergarten und die Volksschule und wird individuell und förderorientiert formuliert. Sie enthält Angaben zur Entwicklung der Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz und informiert über das Verhalten, die Fähigkeiten und Lernfortschritte des Kindes im Verlaufe des Besuchs der Basisstufe. Sie zeigt Konsequenzen für die Weiterarbeit auf. Die Standortbestimmung dient den Eltern als Rückmeldung und den Lehrkräften zur Planung des weiteren Verlaufs der Schullaufbahn und wird den Eltern nach erfolgtem Gespräch oder am Ende des Schuljahres abgegeben.

Der Beurteilungsbericht

Der Beurteilungsbericht enthält Angaben über die Sachkompetenz sowie über das Arbeits- und Lernverhalten. Die Sachkompetenz wird anhand der Lernziele beurteilt. Diese basieren auf den Zielen im Lehrplan für die Volksschule. Die Angaben zum Arbeits- und Lernverhalten informieren darüber, wie die Schülerin bzw. der Schüler lernt und arbeitet.

Quelle:

www.erz.be

Informationsschrift für Eltern zur Beurteilung in der Volksschule und zum Übertritt in die Sekundarstufe 1

Das Übertrittsverfahren von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1

Primarstufe und Sekundarstufe 1

Primarstufe bezeichnet die Schuljahre 1 bis 6. Sekundarstufe 1 bezeichnet die Schuljahre 7 bis 9 unabhängig vom eingeschlagenen Weg und vom besuchten Niveau oder Schultyp.

Jede Gemeinde entscheidet selber, ob Real- und Sekundarschülerinnen und -schüler getrennt oder gemeinsam unterrichtet werden. In der Gemeinde Iseltwald besuchen die Schülerinnen und Schüler entweder die Realschule in Bönigen oder die Sekundarschule / Sekundarschule mit speziellem Niveau (Spez. Sek.) in Interlaken. Die Spez. Sek. dient zur Vorbereitung des Übertritts in höhere Mittelschulen. Der Übertritt in die Sekundarstufe 1 findet in der Regel nach dem 6. Schuljahr statt.

Das Übertrittsverfahren

Ziel dieses Verfahrens ist es, die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten und ihrer mutmasslichen Entwicklung demjenigen Schultyp und denjenigen Niveaufächern zuzuweisen, in denen sie am besten gefördert werden können. Basis für diesen Entscheid ist der Übertrittsbericht sowie die Zuweisung aus Sicht der Lehrperson, der Eltern und der Schülerin oder des Schülers. Damit der Entwicklungsprozess der Schülerinnen und Schüler während einer längeren Phase beobachtet und begleitet werden kann, zählt bereits das fünfte Schuljahr zur Beobachtungszeit.

Übersicht des Übertrittsverfahrens

 

1. Semester

2. Semester

5. Klasse

Beobachtungsphase

Elterngespräch

Beobachtungsphase Beurteilungsbericht mit Noten

 

6. Klasse

Beobachtungsphase
Übertrittsbericht
Übertrittsprotokoll

Beurteilungsbericht mit Noten Übertrittsgespräch

Übertrittsentscheid

 

7. Klasse

Probesemester für Sekundarschüler

 

 

 

Der Übertrittsbericht

Der Klassenlehrer respektive die Klassenlehrerin verfasst unter Einbezug der übrigen an der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte einen Übertrittsbericht, der Auskunft gibt über die Sachkompetenz in den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik sowie über das Arbeits- und Lernverhalten im ersten Semester des 6. Schuljahres. Aufgrund dieser Beurteilung und der Einschätzung der mutmasslichen Entwicklung erfolgt die Zuweisungsempfehlung für die Sekundarstufe 1 durch die bisherige Klassenlehrperson.

Das Übertrittsprotokoll
Das Übertrittsprotokoll setzt sich zusammen aus:
- der Zuweisungsempfehlung der Lehrerschaft
- dem Zuweisungswunsch der Schülerin oder des Schülers
- dem Zuweisungswunsch der Eltern respektive Erziehungsberechtigten
Es dient als Grundlage für das Übertrittsgespräch.

Das Übertrittsgespräch

Bis Ende Januar des 6. Schuljahrs erhalten die Eltern respektive Erziehungsberechtigten den Übertrittsbericht und das Übertrittsprotokoll zur Stellungnahme. Danach findet das Übertrittsgespräch statt, das im Zentrum des ganzen Verfahrens steht. Daran nehmen die Eltern respektive die Erziehungsberechtigten, die Schülerin oder der Schüler und die Klassenlehrkraft teil. Ziel des Übertrittsgesprächs ist es, einen gemeinsamen Zuweisungsantrag zu formulieren. Nach dem Gespräch ergänzt die Klassenlehrkraft deshalb das Übertrittsprotokoll mit dem entsprechenden Antrag an die Schulleitung.

Kontrollprüfung

Kommt kein gemeinsamer Zuweisungsantrag zu Stande, können die Eltern ihr Kind via Übertrittsprotokoll zu einer kantonalen Kontrollprüfung anmelden. Die Schülerinnen und Schüler müssen die Prüfung in allen drei übertrittsrelevanten Fächern Mathematik, Deutsch und Französisch absolvieren, auch wenn sich die Eltern und Lehrpersonen nur in einem Fach oder zwei Fächern nicht einig sind. Die Schulleitung der Primarstufe fällt den Übertrittsentscheid aufgrund der Resultate der Kontrollprüfung. Für fremdsprachige, neu zugezogene Kinder oder solche, die aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit nicht zur Schule gehen konnten oder an einer Lernauffälligkeit (wie z. B. Legasthenie) leiden, gelten besondere Regelungen. Die Prüfungsanforderungen sowie weitere Informationen über die Kontrollprüfung finden sie auf der Internetseite der Erziehungsdirektion (www.erz.be.ch, Rubrik Kindergarten & Volksschule, Das Berner Schulsystem, Beurteilung/Übertritte).

Der Übertrittsentscheid

Den Übertrittsentscheid fällt die für das 6. Schuljahr zuständige Schulleitung aufgrund des Übertrittsprotokolls. Wer in mindestens zwei der Fächer Deutsch, Französisch und Mathematik dem Sekundarschul – beziehungsweise dem speziellen Sekundarschulniveau zugewiesen wird, gilt als Schülerin oder als Schüler des entsprechenden Schultyps.

Übertritt nach dem 7. Schuljahr

Realschülerinnen und Realschüler können das 7. Schuljahr in der Sekundarschule wiederholen, wenn die begründete Annahme besteht, dass sie den erhöhten Anforderungen zu genügen vermögen.

Promotionsbestimmungen                           

Sek- resp. Spez.-Sek-Schülerinnen und -Schüler dürfen in höchstens drei von allen obligatorischen Fächern eine Note unter 4 haben, um ohne Vorbehalt ins nächste Semester zu kommen. Dabei darf nur eines der Fächer Deutsch, Französisch oder Mathematik betroffen sein. Andernfalls erfolgt der Semesterwechsel provisorisch. Werden diese Promotionsbestimmungen in zwei aufeinander folgenden Semestern nicht erfüllt, so erfolgt eine Rückstufung in den nächst tieferen Schultyp oder eine Repetition.

Realschülerinnen und -schüler müssen in der Mehrheit der obligatorischen Fächer mindestens die Note 4 oder besser haben, um ohne Vorbehalt ins nächste Semester zu wechseln.

Das Probesemester

Das erste Semester der 7. Klasse gilt für die Schülerinnen und Schüler der Sekundar- und der speziellen Sekundarklassen als Probesemester.

Sonderregelungen

Im Kanton Bern ist der Übertritt in die Sekundarstufe 1 grundsätzlich einheitlich geregelt. Für fremdsprachige, neu zugezogene Kinder oder solche, die aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit nicht zur Schule gehen konnten, sind Sonderregelungen möglich.

Beobachtungshilfen für die Eltern respektive Erziehungsberechtigte
Folgende Fragen sollen den Eltern helfen, den Übertrittsentscheid mitzutragen:
- Lernt Ihr Kind gerne?
- Kann es sich gut konzentrieren?
- Hat Ihr Kind eine gewisse Ausdauer?
- Begreift Ihr Kind bald einmal, worum es bei einer Aufgabe geht?
- Überlegt Ihr Kind gut, wenn es an das Lösen einer Aufgabe herangeht?
- Mutet es sich auch schwierigere Aufgaben zu?
- Arbeitet Ihr Kind selbständig?
- Arbeitet Ihr Kind sorgfältig?
- Erledigt Ihr Kind seine Hausaufgaben unaufgefordert?

Quelle:

www.erz.be

Informationsschrift für Eltern zur Beurteilung in der Volksschule und zum Übertritt in die Sekundarstufe 1

Gesundheit

Obligatorische schulärztliche Untersuchung

Die Kinder und Jugendlichen werden im zweiten Basisstufenjahr sowie in der 4. und der 8. Klasse durch die Schulärztin oder den Schularzt der Gemeinde untersucht. Die Untersuchung ist obligatorisch und kostenlos. Sie dient dazu, gesundheitliche Störungen wie Hör-, Seh- und Sprachfehler oder Haltungs- und Bewegungsstörungen rechtzeitig festzustellen. Falls bei einem Kind weitere Abklärungen oder eine Behandlung notwendig sind, informiert die Schulärztin oder der Schularzt die Eltern und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Die zuständige Schulärztin für die Gemeinde Iseltwald ist Frau Dr. med. Beatrice Haefeli-Bleuer in Unterseen. Falls Sie die Untersuchung bei Ihrem Haus- oder Kinderarzt durchführen lassen möchten, klären Sie vorgängig bei ihm ab, ob er die schulärztliche Untersuchung durchführt.

Im September erhalten Sie vom Schulsekretariat einen Infobrief zur schulärztlichen Untersuchung und Anfang November die Formulare zur Anmeldung.

Schulzahnpflege

Einmal pro Jahr werden alle Schülerinnen und Schüler durch eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt untersucht. Diese Untersuchung ist obligatorisch und kostenlos. Sind Behandlungen nötig, werden die Eltern informiert. Die Kosten für eine allfällige Behandlung tragen die Eltern.

Die Wahl des Zahnarztes und der Entscheid, ob eine Behandlung „Privat“ (=kostenpflichtig) oder durch eine Schulzahnärztin / Schulzahnarzt (=kostenlos) erfolgt, steht den Eltern frei.

Im September erhalten Sie vom Schulsekretariat ein Merkblatt – Schulzahnpflege und einen Gutschein für die zahnärztliche Untersuchung.

Präventions-Unterricht:

In der Volksschule werden die Kinder zur richtigen Zahnpflege angeleitet.

Die Schulzahnpflegeinstruktorin erteilt allen Stufen einmal im Jahr Zahnpflegeunterricht und Zahnreinigung. Die Klassenlehrpersonen führen einmal im Quartal geführtes Zähneputzen durch.

Weitere Informationen zu Gesundheit finden sie unter Downloads:

  • Merkblatt Schulzahnpflege
  • Richtlinien Ansteckende Infektionskrankheiten
  • Kopfläusebekämpfung

Hausaufgaben

Hausaufgaben sind eine Ergänzung zum Unterricht. Mit den Hausaufgaben werden Unterrichtsinhalte vertieft oder eingeübt. Sie dienen auch dazu:

  • das selbstständige Lernen zu fördern
  • die Arbeitszeit selber festzulegen und einteilen zu lernen
  • zunehmend Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen
  • Vertrauen in das eigene Lernvermögen zu gewinnen

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind zuhause einen ruhigen Arbeitsplatz zur Verfügung hat und die Hausaufgaben macht. Hausaufgaben sollen ohne inhaltliche Hilfe der Eltern erledigt werden können. Wir bitten die Eltern jedoch, ihre Kinder in der Erfüllung dieser Pflicht vernünftig zu unterstützen.

Falls Sie beobachten, dass Ihr Kind die Hausaufgaben nicht selber erledigen kann, sprechen Sie frühzeitig mit seiner Lehrperson.

 

Sofern Hausaufgaben erteilt werden, gelten folgende Regeln der Erziehungsdirektion des Kantons Bern:

1./2. Klasse:  1 Stunde pro Woche
3./4. Klasse:  2 Stunden pro Woche
5./6. Klasse:  3 Stunden pro Woche

 Bei der Erteilung von Hausaufgaben ist Folgendes zu beachten:

  • Die an der Klasse unterrichtenden Lehrpersonen koordinieren die Hausaufgaben.
  • Vom Vormittag auf den Nachmittag, über das Wochenende, über Fest- und Feiertage sowie über die Ferien dürfen keine Hausaufgaben erteilt werden.
  • Die Schulen können ausserhalb der stundenplanmässigen Unterrichtszeit eine Aufgaben-begleitung organisieren und dafür Zeitanteil im Stundenplan reservieren.

Diese Angaben gelten für alle Kinder, unabhängig von ihrem persönlichen Leistungsvermögen und für alle Arbeiten, die zu Hause erledigt werden müssen.

Massnahmen bei Disziplinproblemen

Die Volksschule sorgt für einen geordneten Schulbetrieb, so dass sich alle Kinder wohlfühlen und gut lernen können.

Die Schülerinnen und Schüler haben die Regeln für das Zusammenleben (Schulhausordnung, Klassenregeln) einzuhalten und die Anordnungen der Lehrpersonen, der Schulleitung und des Betriebspersonals zu befolgen.

Werden Regeln wiederholt nicht eingehalten oder gravierend verletzt, werden die Eltern informiert und es gilt das Vorgehen in schwierigen Situationen. 

Bringen die vereinbarten Massnahmen keine positive Veränderung, gilt das Stufenmodell und es können durch die Schule Fachpersonen beigezogen werden. Wird durch das Verhalten einer Schülerin oder eines Schülers der ordentliche Schulbetrieb erheblich beeinträchtigt, kann die Schulkommission einen schriftlichen Verweis erteilen oder einen Schulausschluss schriftlich androhen. Um einen geordneten Schulbetrieb sicherzustellen kann die Schulkommission Schülerinnen und Schüler bis zu zwölf Wochen vom Unterricht ausschliessen. Bei einem (Teil-) Ausschluss wird durch die beauftragten Fachpersonen gemeinsam mit den Eltern eine angemessene Beschäftigung organisiert.

Unter Downloads:

  • Vorgehen in schwierigen Situationen (Dienst- und Beschwerdeweg)
  • Stufenmodell (Massnahmen bei Disziplinproblemen)

Quelle:

www.erz.be

Broschüre: Die Volksschule im Kanton Bern / Elterninformationen

Schulhausregeln

  1. Wir begegnen einander freundlich und respektvoll. Wir grüssen einander bei der ersten Begegnung des Tages. Wir tun einander nicht weh. 
  1. Wir tragen Sorge zur Schulanlage, zum Schulhaus, Mobiliar und Material. Bei Sachbeschädigung ist die Verantwortung zu übernehmen und dies der Lehrkraft oder dem Abwart zu melden.
  1. Im Schulhaus und auf dem ganzen Schulareal ist das Rauchen, das Schnupfen, das Trinken von Alkohol sowie das Mitnehmen und Konsumieren jeglicher Drogen verboten.
  1. Es ist untersagt, Waffen jeglicher Art (auch Taschenmesser) in die Schule mitzunehmen.
  1. Das Handy muss während der gesamten Schul- und Pausenzeit ausgeschaltet sein.
  1. MP3-Player und andere elektronische Geräte bleiben zu Hause.
  1. Velos und Mofas werden im Unterstand hingestellt. Das Befahren des Schulhausareals ist verboten.
  1. Die Schülerinnen und Schüler betreten erst 5 Minuten vor Beginn des Unterrichts, auf das Zeichen der Schulglocke hin, das Schulhaus. 
  1. Wir betreten die Schulräume nur mit Hausschuhen. (Ausnahme: Werkraum) Wir betreten die Turnhalle nur mit sauberen Turnschuhen. Die Schülerinnen und Schüler legen zum Turnen Schmuck und Uhren ab.
  1. In der Pause gelten die Pausenregeln.

Schwierige Situationen in der Schule – in der Erziehung

Schwierige Situationen ... in der Volksschule

Vielleicht fühlt sich Ihr Kind in der Klasse nicht wohl oder seine Leistungen sind plötzlich gesunken. Vielleicht hat Ihr Kind Schwierigkeiten mit anderen Kindern oder Sie als Eltern sind mit dem Entscheid einer Lehrperson nicht einverstanden.

Vorgehen in schwierigen Situationen in der Schule

Bei Problemen, Unklarheiten, Fragen oder schwierigen Situationen, die Ihr Kind, die Lehrperson oder die Klasse betreffen, ist folgendes Vorgehen einzuhalten:

  • Als Erstes nehmen Eltern und Lehrperson Kontakt zueinander auf. Sie besprechen die Situation miteinander und suchen nach einem Lösungsweg. In der Regel wird so eine befriedigende Lösung gefunden, welche für das Kind, die Eltern und die Lehrperson stimmt.
  • Wenn Eltern und Lehrperson zu keiner Lösung kommen und es eine oder beide Seiten für nötig erachten, findet ein Gespräch zwischen Eltern, Lehrperson und der Schulleitung statt.
  • Lässt sich beim Auftauchen von Fragen oder Schwierigkeiten irgendwelcher Art keine befriedigende Lösung erzielen, können Sie Ihr Anliegen der Schulkommission unterbreiten.

Dieses Vorgehen muss von Eltern und Lehrpersonen eingehalten werden. Bei Bedarf kann eine Übersetzung organisiert werden.

Unter Downloads:

  • Dienst- und Beschwerdeweg_Vorgehen_Schwierigen Situationen

Schwierige Situationen ... in der Erziehung

Auch bei Fragen zur Erziehung dürfen Sie sich an die Klassenlehrperson wenden. Tauschen Sie sich auch mit anderen Eltern aus, um zu erfahren, wie diese mit schwierigen Situationen umgehen.

Beratung durch Fachpersonen

Nebst den Lehrpersonen Ihres Kindes können Sie sich auch an andere Fachpersonen wenden: Unterstützung bieten kann die Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Region. Alle Fachpersonen unterstehen der Schweigepflicht

Die Erziehungsberatungsstelle ist für Sie da:

  • Wenn die Schwierigkeiten in der Erziehung zu einer so grossen Belastung werden, dass Sie sie kaum mehr allein bewältigen können (Ungehorsam, Trotz, Angst, Aggressivität, Streit unter den Geschwistern, Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen, schwierige Aufgabensituationen, hoher Internetkonsum, Alkoholgenuss, Drogenkonsum, problematische Freizeitaktivitäten etc. oder wenn ein Kind bspw. immer traurig ist oder nicht mehr essen will).
  • Wenn die Familie in einer schwierigen Situation steht (Trennung, Scheidung, andere familiäre Belastungen, etc.)
  • Wenn ein Kind Schwierigkeiten in der Schule hat (Lern-, Leistungs- und Verhaltensschwierigkeiten) und um es zu unterstützen genauere Abklärungen nötig sind (auf gemeinsamen Antrag der Eltern und der Schule)
  • Wenn in einer Klasse/Schulhaus Probleme bestehen (z.B. Gewalt, Diskriminierung)

Quelle:

www.erz.be

Broschüre: Die Volksschule im Kanton Bern / Elterninformationen

Schwimmunterricht

Zum Angebot des Sportunterrichts in der Mittelstufe gehört auch der Schwimmunterricht.

Beim Erteilen des Schwimmunterrichts lässt sich die Schule Iseltwald durch die Vorgaben des Kantons Bern leiten. Er schreibt unter dem Titel: „Schwimmen für alle“:

Es wird das Ziel verfolgt, dass im Kanton Bern alle Kinder die Gelegenheit erhalten sollen, Schwimmen zu lernen.

Dazu sind in erster Linie die Eltern verantwortlich. Die Volksschule kann und soll aber auch einen Beitrag dazu leisten.

Der Wasser-Sicherheits-Check

Der Wasser-Sicherheits-Check WSC stellt eine sinnvolle Massnahme zur Vorbeugung von Badeunfällen dar. Der Fokus beim WSC ist auf die Selbstrettung in einer Notsituation gerichtet. Der WSC hilft zudem, die Folgeschule darüber zu informieren, welche Schülerinnen oder Schüler noch nicht schwimmen können. Diese Information ist für die Planung von Ausflügen ans Wasser und für den Schwimmunterricht wichtig, so dass die Lehrperson einen Anlass mit ihrer Klasse sicher durchführen kann.

Bis Ende des 4. Schuljahres müssen alle Schüler und Schülerinnen den Wasser-Sicherheits-Check gemacht haben. Kinder, die den WSC erfolgreich absolviert haben, erhalten einen Ausweis.

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe absolvieren im laufenden Schuljahr 2017/18 ein Modul à 5 Doppelstunden im Bödelibad Interlaken. Sie werden von der Sportlehrerin und einer zweiten Schwimmlehrerin unterrichtet und einer zusätzlichen Person begleitet.

Die Kosten für den Hallenbadeintritt und den Transport werden von der Gemeinde übernommen.

Spezialunterricht

Der Kanton Bern stellt den Gemeinden Lektionen für die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf innerhalb der Regelschule (Kindergarten und Schule) zur Verfügung.

In Iseltwald ist der Spezialunterricht Jungfrauregion (SJR) für den Spezialunterricht zuständig und umfasst:

  • Deutsch als Zweitsprache (nach Bedarf)
  • Integrative Förderung
  • Logopädie
  • Psychomotorik
  • Begabtenförderung

Die Unterstützung und Begleitung der Kinder durch die Lehrpersonen für Spezialunterricht vom SJR erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Lehrpersonen.

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) richtet sich an Kinder und Jugendliche ohne Kenntnisse oder mit noch unzureichenden Kenntnissen der Unterrichtssprache. Der DaZ-Unterricht vermittelt den gezielten Erwerb von Deutsch als Zweitsprache und fördert die Integration in den Kindergarten und in die Schule. Er unterstützt Kinder und Jugendliche beim Aufbau der notwendigen Kenntnisse der Unterrichtssprache, so dass sie dem Regelunterricht zu folgen vermögen und erfolgreich lernen können. Der DaZ-Unterricht ist eine Ergänzung zum Regelunterricht.

Integrative Förderung (IF)

Ambulant tätige schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen beraten Kinder und Jugendliche, Lehrpersonen und Eltern in schwierigen Schulsituationen (z.B. bei komplexen Lernstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Einschulungsproblemen, fraglichen Entwicklungsrückständen, Integration gemäss Art. 17 VSG, Mobbing usw.). Die Lehrpersonen für Spezialunterricht (LfS) helfen bei der Erfassung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen und planen eine ressourcenorientierte und integrative Förderung. Sie unterstützen und fördern Kinder im Rahmen des heilpädagogischen Unterrichts oder begleiten diese innerhalb der Klasse. Je nach Problematik (z.B. Gewalt, Mobbing) helfen die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen mit bei der Planung, Durchführung und Evaluation von Unterrichtsprojekten. Bei allen Interventionsformen bleibt die Hauptverantwortung für die Führung der Klasse jedoch bei den Klassenlehrpersonen. Oft ist die Arbeit auch vernetzend und koordinierend. Die LfS arbeiten mit Lehrpersonen, Schulleitungen, Eltern, Fachstellen und Behörden zusammen. Abklärungen und Förderung finden in der Regel vor Ort, im Stammschulhaus der Kinder und Jugendlichen statt.

Logopädie

Sprache ist für den Menschen von zentraler Bedeutung. Mit ihrer Hilfe kann er sich ausdrücken und verständigen. Eine sprachliche Beeinträchtigung betrifft immer den ganzen Menschen und dessen Umwelt. Sie kann sich auf die psychische und soziale Befindlichkeit sowie auf die Intelligenz, Entwicklung und Lernfähigkeit nachteilig auswirken. Die logopädische Arbeit beinhaltet die Abklärung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Auffälligkeiten in der gesprochenen oder geschriebenen Sprache sowie die Beratung von Bezugs- und Lehrpersonen. Logopädinnen sind ebenfalls dazu befähigt, Spezialunterricht im Fachbereich Legasthenie/Dyskalkulie zu erteilen. Folgende sprachliche Bereiche können betroffen sein: Spracherwerbsprozess, Sprachverständnis, Wortschatz, Satzbau, Aussprachen, Lautbildung, Redefluss, Stimme, Lesen, Schreiben. Häufig treten diese Probleme im Zusammenhang mit Wahrnehmungsstörungen auf. Ziel des Spezialunterrichts im Bereich Logopädie ist es, Einschränkungen in der Kommunikation so weit als möglich entgegenzuwirken und den Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihre sprachlichen Möglichkeiten optimal zu verwirklichen. Sprachschwierigkeiten können dadurch oft behoben oder vermindert werden. Voraussetzung dafür ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung. Die Dauer einer logopädischen Behandlung richtet sich individuell nach den Fortschritten des Kindes. Sie kann jederzeit mit allen Beteiligten neu abgesprochen werden.

Psychomotorik

Der Begriff Psychomotorik beschreibt die Wechselwirkung zwischen Denken, Fühlen, Bewegen und deren Bedeutung für die Entwicklung der Handlungskompetenzen des Kindes in seinem Umfeld.

Ausgehend von seinen Stärken begleiten die LfS (Lehrperson für Spezialunterricht) Kinder und Jugendliche mit ihren motorischen Schwierigkeiten und arbeiten an ihren persönlichen Entwicklungsthemen. Bewegung und Spiel sind zentrale kindliche Erfahrungsmöglichkeiten. Sie sind die Grundlagen unserer Arbeitsweise. Die Grob-, Fein- und Grafomotorik sind wichtige Bereiche der Förderung. Ziel des Spezialunterrichts Psychomotorik ist die ganzheitliche heilpädagogische Förderung von Bewegung und Wahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen mit psychomotorischen Schwierigkeiten. Diese äussern sich in vielfältigen, unterschiedlichen Erscheinungsbildern wie Unruhe, Ungeschicklichkeit, Gehemmtheit, kleinkindlichem oder aggressivem Verhalten und Ängstlichkeit. Da für diese Arbeit speziell eingerichtete Räume notwendig sind, findet der Unterricht zentral in Interlaken, Grindelwald oder Lauterbrunnen statt.

Begabtenförderung

Ablaufschema:

  1. Besondere Begabung wird festgestellt.
  2. Vorselektion durch Klassenlehrperson z.B. mittels Rating-Fragebogen aus dem Leitfaden IBEM in Zusammenarbeit mit den Eltern und ev. der Schulleitung vor Ort.
  3. Nach Absprache mit den Eltern erfolgt Anmeldung über die Schulleitung vor Ort zur weiteren Abklärung durch die EB. IQ-Wert ≥130 erfüllt Zulassungsbedingung zur Begabtenförderung (Vorinformation an SJR wäre praktisch).
  4. Antrag der EB zur Zuweisung Begabtenförderung folgt an SL SJR.
  5. Eltern erhalten Informationen zu den aktuellen Angeboten der Begabtenförderung und die SJR-Koordinatorin klärt Bedürfnisse und Möglichkeiten mit Ihnen.
  6. Nach Bewilligung und Kursanmeldung erfolgt Teilnahme an Pull-out-Programm. Planung und Durchführung durch Fachperson Begabtenförderung (nach Absprache ist auch BF vor Ort möglich!).
  7. Fachperson Begabtenförderung – Klassenlehrperson vor Ort - Eltern: Regelmässiger Informationsaustausch (mind. 1x pro Jahr) zur Standortbestimmung und weiterer Planung der besonderen BF-Massnahme.
  8. Zuweisung nach 4 Jahren durch EB erneut überprüfen.

Quelle

www.schuleinterlaken.ch/spezialunterricht-jungfrauregion/wichtigste-informationen

Zusammenarbeit Eltern und Volksschule

Zusammenarbeit

Eltern und Volksschule sind per Gesetz zur Zusammenarbeit verpflichtet. Diese Zusammenarbeit soll partnerschaftlich erfolgen. Dabei stehen der Schulerfolg und das Wohlergehen des Kindes stets im Zentrum.

Gegenseitige Information

  • Die Schule informiert die Eltern über wichtige Geschehnisse und Vorhaben im Zusammenhang mit dem Unterricht (Anlässe, Schulreisen etc.) und dem Schulbetrieb (Zuteilung zu Schule oder Klasse, Unterrichtszeiten etc.). Diese Informationen erfolgen schriftlich oder an Informationsanlässen wie Elternabenden und Besuchstagen. Es wird erwartet, dass nach Möglichkeit beide Elternteile an solchen Anlässen teilnehmen. Falls beide Elternteile nicht teilnehmen können, melden Sie sich mündlich oder schriftlich bei der einladenden Lehrperson ab und erkundigen Sie sich, wie Sie die Informationen trotzdem erhalten können.
  • Die Schule informiert die Eltern regelmässig über die (schulische) Entwicklung und das Verhalten Ihres Kindes: Es findet pro Schuljahr mindestens ein Elterngespräch (Gespräch zwischen den Eltern der Schülerin/des Schülers und der Klassenlehrperson) statt (siehe auch „Beurteilung“). Es wird erwartet, dass nach Möglichkeit beide Elternteile daran teilnehmen. Der Termin wird in Absprache mit Ihnen vereinbart. Wenn Sie sich zu wenig über die Schule oder die schulische Entwicklung und das Verhalten Ihres Kindes informiert fühlen, fragen Sie bei der Klassenlehrperson oder bei der Schulleitung nach.
  • In Absprache mit der Lehrperson dürfen Sie in der Klasse Ihres Kindes einen Unterrichtsbesuch
  • Informieren Sie die Klassenlehrperson über Vorkommnisse, die das Kind in seiner Entwicklung und Aufmerksamkeit beeinträchtigen können.

Übersetzung

Es ist wichtig, dass Sie verstehen, was an einem Elternabend oder bei einem Elterngespräch besprochen wird. Es ist auch wichtig, dass Sie Ihre Anliegen ausdrücken und Ihre Fragen stellen können. Reichen Ihre Sprachkenntnisse dafür noch nicht aus, können Sie eine erwachsene Person mitbringen, welche für Sie dolmetscht. Insbesondere für das Elterngespräch kann auch die Schule eine dolmetschende Person organisieren. Die von der Schule organisierten dolmetschenden Personen sind neutral, für ihre Funktion ausgebildet und stehen unter Schweigepflicht.

Wichtige Entscheide

Alle wichtigen Entscheide zur Schullaufbahn Ihres Kindes (z.B. Übertritt von der Basisstufe in die Primarstufe und von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1, Versetzung in die nächste Klasse, Zuweisung in eine Besondere Klasse) werden mit Ihrem Kind und Ihnen besprochen. Sie haben das Recht, durch die betreffenden Lehrpersonen und die Schulleitung informiert, angehört und beraten zu werden und dürfen alle Ihr Kind betreffenden Akten einsehen. Ein Schullaufbahnentscheid wird durch die Schulleitung entschieden. Der definitive Entscheid muss Ihnen schriftlich und begründet eröffnet werden. Sollten Sie mit dem Entscheid nicht einverstanden sein, haben Sie die Möglichkeit eine Beschwerde beim Schulinspektorat einzureichen.

Mitwirkung

Falls Sie die Bereitschaft und die Möglichkeit haben, die Lehrpersonen und Klasse oder Schule Ihres Kindes durch kleine Hilfen wie Begleitung auf Ausflügen, Unterstützung bei Projekten, kleine Übersetzung für die Eltern eines anderen Kindes etc. zu unterstützen, teilen Sie dies der Klassenlehrperson mit. Solche Hilfen tragen zu einer guten Beziehung zwischen Eltern und Lehrpersonen und zu einem guten Schulklima bei.